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Was ist der Vorhabensbeginn?

Bei den Beschreibungen zu den einzelnen Fördermitteln haben Sie sicher  des Öfteren gelesen, dass diese „vor Vorhabensbeginn“ beantragt werden müssen. Aber was ist mit Vorhabensbeginn eigentlich konkret gemeint? Handelt es sich dabei um den Zeitpunkt der Unterzeichnung des Kaufvertrags, der erste Spatenstich oder der Vertragsabschluss mit dem Bauträger?

Vorhabensbeginn: was ist damit gemeint?

Als Vorhabensbeginn wird in der Bank der Moment bezeichnet, der den tatsächlichen Beginn des zu fördernden Projektes kennzeichnet.


Es geht dabei um den Moment, an dem die erste wesentlich finanziell bindende Verpflichtung eingegangen wird, die die Investition unumkehrbar macht. Dies geht meist mit einem Vertrag einher. Daher ist der Beginn des Vorhabens bei Bauvorhaben der Zeitpunkt des Beginns der Bauarbeiten vor Ort. Wird eine bestehende Immobilie erworben handelt es sich bei der Unterzeichnung des Kaufvertrages um den Vorhabensbeginn.

 

Vorarbeiten wie Machbarkeitsstudien, Grundstückssuche und -kauf, Beratungsgespräche, Einholen von Genehmigungen, etc. werden bei der Ermittlung des Vorhabensbeginns nicht berücksichtigt.

 

Handelt es sich bei dem zu fördernden Vorhaben beispielsweise um den Kauf einer Wohnung oder eines Hauses, so ist die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags der Vorhabensbeginn.

 

Geht es aber um den Bau eines Hauses oder eine Sanierung, dann ist der Vorhabensbeginn der Beginn der Bauarbeiten vor Ort, beim Hausbau also der erste Spatenstich.

Je nach Förderprogramm können sich abweichende Regelungen ergeben. Sprechen Sie hierzu gerne Ihren Bankberater an.

Auf einen Blick: wann ist der konkrete Vorhabensbeginn?

  • Kauf  von Haus oder Wohnung: Notarielle Beurkundung des Kaufvertrags
  • Bau eines Hauses: Start der Bauarbeiten vor Ort, also der erste Spatenstich
  • Sanierung eines Hauses/einer Wohnung: Start der Bauarbeiten vor Ort
  • Contracting: Vertragsschluss zwischen Contractor und Contractingnehmer

Neues Verständnis des Vorhabensbeginns ab 01. Juli 2021

Ab dem 01.Juli 2021 werden im Rahmen der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) neue Fördermittel und Förderbedingungen für den Bau von Effizienzhäusern und energetische Sanierungen eingeführt. Ab dann gilt: DerVorhabensbeginn istder Abschluss eines Liefer-und Leistungsvertrags oder eines Kaufvertrags.