Förderung für Wallboxen: neuer KfW-Zuschuss

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, die Elektromobilität voranzutreiben. Neben verschiedenen Förderprogrammen, die die Anschaffung eines Elektroautos erleichtern sollen, wird auch der Ausbau des Ladenetzes gefördert. Ein neuer KfW-Zuschuss macht den Kauf und die Installation privater Ladestationen, sogenannter Wallboxen, jetzt besonders attraktiv.

Förderung soll mehr Elektroautos auf die Straße bringen

Eine Maßnahme, mit denen die Bundesregierung ihre Klimaziele erreichen will, ist die Förderung der Elektromobilität. So sollen bis 2030 sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen werden. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, wie eine Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt: Im Jahr 2018 waren nur 1 % der Neuzulassungen E-Autos1. Als Hemmschuh gelten vor allem zwei Punkte:

  1. vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
  2. begrenzte Reichweite in Verbindung mit einer als nicht ausreichend empfundenen Ladeinfrastruktur

Um den Kauf von Elektroautos attraktiver zu machen, winkt aktuell die „Innovationsprämie“ – ein staatlicher Zuschuss, der je nach Listenpreis und Antriebsart des Fahrzeugs bis zu 9.000 Euro betragen kann.2

Der Schlüssel zu mehr Elektromobilität: Ladestationen

Viele Autofahrer, die dem Kauf eines Elektroautos grundsätzlich offen gegenüberstehen, haben Zweifel an deren Alltagstauglichkeit. Gerade die im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren geringere Reichweite wird als Problem empfunden. Um dem entgegenzuwirken, wird nicht nur die Anschaffung von Elektroautos öffentlich gefördert, auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur steht auf der Agenda der Politik.

 

Zum einen gibt es Förderprogramme, die sich insbesondere an Kommunen und Unternehmen richten und dafür sorgen sollen, dass mehr öffentlich zugängliche Ladestationen entstehen. So können Autofahrer während des Einkaufsbummels, dem Tag im Büro oder der Mittagspause auf dem Rastplatz die Standzeit des Autos nutzen, um die Batterie aufzuladen.

Förderung für private Wallboxen

Die Förderung privater Ladepunkte, sogenannter „Wallboxen“, ist ein weiterer wichtiger Weg zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur. Wer die Gewissheit hat, sein Auto jederzeit schnell und sicher vor der eigenen Haustüre aufladen zu können und dazwischen in der Regel überschaubare und planbare Strecken zurücklegt, kann das Reichweitenproblem gelassen sehen. Bisher wurden Kauf und Einbau von Wallboxen vor allem durch Förderprogramme der Länder und Kommunen unterstützt. Ab November 2020 bietet die KfW nun erstmals eine einheitliche Förderung von privaten Ladestationen in ganz Deutschland.

KfW Zuschuss für Ladestationen für Elektroautos

Der KfW-Zuschuss Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude (440)  beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt. Die wichtigsten Bedingungen auf einen Blick:

  • Gefördert werden der Kauf, sowie Einbau und Anschluss der Ladestation.
  • Die Ladestation ist nur privat zugänglich.
  • Die Ladestation kann an Außenstellplätzen oder in Garagen installiert werden.
  • Sie nutzen Strom aus erneuerbaren Energien.
  • Bezuschusst werden Eigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften, Mieter und Vermieter.

Je nach Leistung und Hersteller reicht die Preisspanne von Ladestationen von ca. 500 bis 2.000 Euro. Dazu kommen die Kosten für die Installation durch einen Fachbetrieb, die ebenfalls stark variieren können. Letztendlich entscheiden Faktoren am Gebäude, zum Beispiel der Abstand der Leitung von der Wallbox zum Sicherungskasten, die Notwendigkeit von Durchbrüchen oder Kabelschächten oder der Zustand der Stromleitungen darüber, wie groß der Aufwand ist.

 

Geht man von Anschaffungskosten von 1.000 Euro und Installationskosten von 1.500 Euro aus, bedeutet der Zuschuss von 900 Euro eine Ersparnis von fast 40 %.

Mehrfach von der Förderung profitieren

Besonders interessant ist der Zuschuss, wenn an einem Gebäude mehrere Lademöglichkeiten geschaffen werden. Denn es gilt: Sie erhalten 900 Euro pro Ladepunkt. So können Eigentümer von Mehrfamilienhäusern ihren Mietern mehrere Ladepunkte zur Verfügung stellen oder Haushalte mit mehr als einem E-Auto eine Wallbox pro Fahrzeug installieren.

 

Da bestimmte Kostentreiber beim Einbau, wie z. B. die Schaffung eines Kabelwegs von den Stellplätzen zum Sicherungskasten, nur einmal anfallen, dürfte die prozentuale Ersparnis durch den Zuschuss in diesen Fällen noch größer sein.

Beantragung und Auszahlung des Zuschusses

Wichtig: Sie müssen den Zuschuss beantragen, bevor Sie die Ladestation bestellen. Eine rückwirkende Bezuschussung ist nicht möglich. Weitere Informationen zum Zuschuss, zu den Förderbedingungen und zu Beantragungen erhalten Sie auf unserer Produktseite.

Fördermittel für Sie

KfW Ladestationen für Elektroautos - Wohngebäude (440)

  • Sanieren, Kaufen
  • Erneuerbare Energien
  • bundesweit
  • ab 900 Euro Zuschuss

Die KfW fördert den Kauf und Anschluss einer Ladestation für Elektroautos an privat genutzten Stellflächen von Wohngebäuden mit einem Investitionszuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt.

Auf einen Blick: Förderung von Ladestationen für Elektroautos

  • Bundesweiter Zuschuss in Höhe von 900 Euro für die Installation privater Ladepunkte
  • Besteht die Ladestation aus mehreren Ladepunkten, können Sie mehrfach vom Zuschuss profitieren
  • Beantragung über das KfW Zuschuss-Portal, bevor Sie die Wallbox kaufen und installieren lassen

1) Quelle: https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Verkehr/Auto.html
2) Mehr Informationen zur Innovationsprämie erhalten Sie auf der Webseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA): https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Elektromobilitaet/Neuen_Antrag_stellen/neuen_antrag_stellen.html