Die Digitalisierung ist für Unternehmen ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Sie ist der Schlüssel, um wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Potenziale zu erschließen. Doch die notwendigen Investitionen können eine finanzielle Herausforderung sein.
Die gute Nachricht: Staatliche Förderprogramme von KfW und Landesförderinstituten unterstützen Sie dabei. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieseMittel einfach und verständlich für sich nutzen können.
Der unkomplizierte Einstieg in die Förderung
Der Weg zu Fördermitteln ist einfacher, als viele denken. Bereits grundlegende Digitalisierungsprojekte sind förderfähig. Ein Handwerksbetrieb kann beispielsweise die Einführung einer digitalen Zeiterfassung per App fördern lassen. Ein produzierendes Unternehmen könnte in die Vernetzung seiner Systeme investieren, um Prozesse zu optimieren (Industrie 4.0). Auch die Einrichtung eines Onlineshops oder die Stärkung der IT-Sicherheit sind typische Einstiegsprojekte.
Der ERP-Digitalisierungskredit der KfW ist ein zentrales Förderinstrument. Er richtet sich an Freiberufler und Unternehmen mit bis zu 500 Mio. Euro Jahresumsatz und unterstützt deren Digitalisierungsvorhaben.
Attraktive Konditionen: Mehr als nur günstige Zinsen
Die Förderung besteht zum einen aus einem stark zinsvergünstigten Darlehen. Ein besonderer Vorteil sind aber auch die attraktiven Förderzuschüsse. Je nach Digitalisierungsgrad Ihres Vorhabens erhalten Sie also einen Teil der Kreditsumme als Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Das 3-Stufen-Modell der KfW staffelt diese Vorteile:
- Basisdigitalisierung: Hier werden grundlegende Vorhaben wie die Anschaffung neuer Hardware oder die Digitalisierung des Rechnungseingangs mit einem zinsgünstigen Darlehen gefördert.
- LevelUp-Digitalisierung: Anspruchsvollere Projekte, wie die Einführung eines Warenwirtschaftssystems (ERP), werden zusätzlich mit einem Förderzuschuss von 3 % belohnt.
- HighEnd-Digitalisierung: Bei hohem Innovationsgrad durch den Einsatz von KI, 3D-Druck oder Big-Data-Anwendungen profitieren Sie von den besten Konditionen und einem Förderzuschuss von 5 %. In diese höchste Stufe fallen auch besonders große "LevelUp-Finanzierungen". Wenn Ihr Kreditbetrag also 3 % Ihres letzten Jahresumsatzes übersteigt, wird dieser Mut zu großen Investitionen mit den bestmöglichen Förderkonditionen belohnt.
Zusätzlich zu den bundesweiten Programmen gibt es Angebote der Landesförderinstitute, wie den "Digitalbonus.Bayern" oder den "Brandenburgischen Innovationsgutschein (BIG) – Digital".Nutzen Sie auch unseren FördermittelFinder Digitalisierung & Innovation – mit wenigen Klicks erhalten Sie Ihre individuelle Förderstufe.
Der einfache Weg zum Antrag
Die Beantragung der Fördermittel erfolgt unkompliziert über Ihre Hausbank. Diese prüft den Antrag und leitet ihn an die KfW oder das zuständige Landesförderinstitut weiter. Ein entscheidender Vorteil: Die KfW übernimmt einen erheblichen Teil des Risikos, was die Kreditvergabe für Ihre Hausbank erleichtert. Wichtig ist nur: Sprechen Sie zuerst mit Ihrer Bank und stellen Sie den Antrag, bevor Sie mit dem Projekt beginnen. Eine nachträgliche Förderung ist leider nicht möglich.