10 Fakten zu nachhaltiger Mobilität

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10 Fakten zu nachhaltiger Mobilität

Zuletzt aktualisiert am 8. Juli 2022

Deutschland gilt als Autoland. Bei 59 Millionen zugelassenen Kraftfahrzeugen im Jahr 2021 nicht überraschend. Aber wie steht es um die Nachhaltigkeit im Automobilsektor? Welchen Beitrag leisten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zum Klimaschutz? Diese 10 Fakten zur nachhaltigen Mobilität (Quelle: KfW) geben Aufschluss.  

Ein starker Markt

Rund 160 E-Fahrzeug-Modelle werden laut Verband der Automobilindustrie mittlerweile in Deutschland angeboten. Dabei entfallen 80 E-Modelle auf deutsche Hersteller. Weltweit laufen mehr als ein Fünftel aller produzierten, batterieelektrischen Pkw und Plug-in-Hybride von Montagebändern deutscher Hersteller (Stand 25.04.22).

Grün Tanken

Im April 2022 gab es deutschlandweit knapp 59.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte für E-Fahrzeuge und somit 3.100 mehr als im Januar. Etwa 8.500 davon bieten das Laden mit beschleunigter Geschwindigkeit an. Vorreiter in puncto „grün Tanken“ ist Bayern. Das Bundesland verfügt über knapp 11.800 Ladepunkte (Stand 01.04.22).

Alternative Antriebe verzeichnen deutliche Zuwächse

Alternative Antriebsarten sind gefragt: Rund 618.500 E-Pkw und knapp 1.670.000 Hybrid-Fahrzeuge sind laut Kraftfahrt-Bundesamt derzeit in Deutschland zugelassen. Die größten Zuwächse verzeichneten Elektro-Fahrzeuge, deren Anzahl sich innerhalb eines Jahres verdoppelte. Einen Bestands-Anstieg um 59,4 % gab es auch bei wasserstoffbetriebenen Pkw, wobei die Anzahl mit 808 Fahrzeugen im Vergleich zu den Elektrofahrzeugen gering ist (Stand 01.01.2022).

Auch Unternehmen steigen um

Laut Kraftfahrt-Bundesamt lag der Anteil der Neuzulassungen von alternativ betriebenen Fahrzeugen in Unternehmen 2021 bei rund zwei Dritteln, beziehungsweise 62,7 %. In 58 % der Fälle entschieden sich Unternehmen für batterieelektrische Antriebe. Aber auch Antriebe wie die Brennstoffzelle, Gas oder Wasserstoff, Hybrid oder Plug-In hielten Einzug in den gewerblichen Bereich.  
(Stand 01.01.22)

Wer E-Fahrzeuge viel und langfristig nutzt, verbessert die Klimabilanz

Die eher schlechte Öko-Bilanz bei der Herstellung von Elektro-Batterien gleicht sich durch häufiges Fahren aus. Nach einer Studie der Technischen Universität Eindhoven, schafft die Kompaktklasse den Ausgleich nach etwa 30.000 Kilometern – von da an sind Elektroautos klimafreundlicher unterwegs als Verbrenner.

Lebenslange CO2-Bilanz: Elektroautos im Vorteil

54 bis 82 Prozent besser fällt die lebenslange CO2-Bilanz eines Elektroautos im Vergleich zu einem Benziner oder Diesel einer ähnlichen Fahrzeugklasse aus. Das hat eine Studie der Technischen Universität Eindhoven ergeben.

Schneller Klimaeffekt bei Elektrobussen

„Vielfahren ist gut fürs Klima“ gilt im Übrigen auch für den öffentlichen Verkehr: Schon nach sechsmonatigem Betrieb gleicht ein Elektrobus die 10 % Treibhausgas-Emissionen, die bei seiner Herstellung anfallen, aus. Das geht aus einer Studie des Projektes „E-MetroBus“ der TU Berlin, dem Reiner Lemoine Institut (RLI) und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hervor (Stand 08/20).

Bei Toyota kommt Wasserstoff weiter

Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge sind in Deutschland aktuell eher eine Ausnahme.  Deutsche Hersteller zeigen sich zurückhaltend in der Produktion der alternativ betriebenen Fahrzeuge. Vorreiter bei dieser Technik ist Toyota. Das Modell Mirai II erzielte mit 1.360 Kilometern einen Reichweiten-Rekord. Der Strom für den Elektromotor wird in einer Brennstoffzelle direkt „an Bord“ produziert. Betankt ist das Fahrzeug in nur fünf Minuten.

Musterland Norwegen – Ein Vorbild

Norwegen gilt als Elektroantrieb-Musterland. Der Anteil an E-Autos steigt seit Jahren stetig und lag 2021 schon bei 64,5 % der verkauften Neuwagen. Laut norwegischem Straßenverkehrsverband stellte das skandinavische Land 2020 sogar einen Weltrekord auf: Erstmals wurden mehr elektrisch betriebene Autos als Benziner, Diesel und Hybridfahrzeuge zusammen verkauft (Stand 01.04.22).

Über eine Million bewilligte Förderanträge

Das Förderprogramm „Umweltbonus“ wurde 2016 vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aufgelegt. Mit bis zu 9.000 Euro bezuschussen Bund und Hersteller den Kauf eines neuen oder jungen gebrauchten E-Autos. Der Umweltbonus ist mit Steuervergünstigungen und z. B. der Klimaschutzoffensive für Unternehmen der KfW  kombinierbar und wurde bereits mehr als eine Million Mal bewilligt (Stand 25.04.22). 

Fördermittel für Sie:

KfW Investitionskredit Nachhaltige Mobilität (268)

  • Energie & Umwelt
  • Emissionsminderung, Nachhaltige Mobilität, Umweltschutz
  • bundesweit
  • bis zu 50.000.000 Euro Darlehen

Die KfW fördert Investitionen in nachhaltige und klimafreundliche Mobilität in Deutschland.

KfW Ladestationen für Elektrofahrzeuge (441)

  • Energie & Umwelt
  • Emissionsminderung, Nachhaltige Mobilität, Umweltschutz
  • bundesweit
  • ab 900 Euro Investitionszuschuss

Die KfW fördert den Kauf und Anschluss von nicht öffentlich zugänglichen Ladestationen mit einem Investitionszuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt.

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