Die Landwirtschaftliche Rentenbank, Deutschlands Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum, strukturiert ihr Förderangebot grundlegend neu. Ab dem 1. Juli 2026 tritt eine verschlankte und übersichtlichere Programmstruktur in Kraft. Ziel der Neustrukturierung ist es, Antragstellenden den Weg zum passenden Förderkredit deutlich zu erleichtern und die Angebote zielgerichteter zu gestalten.
Klarer Fokus auf definierte Kundengruppen
Die zentrale Neuerung ist die konsequente Ausrichtung der Förderprogramme an klar definierten Kundengruppen. Anstatt einer Vielzahl einzelner Programme, die sich oft an spezifischen Maßnahmen orientierten, bündelt die Rentenbank ihre Angebote nun thematisch. Die neuen Hauptkundengruppen sind:
- Land- und Forstwirtschaft
- Agrar- und Ernährungswirtschaft
- Erneuerbare Energien
- Ländliche Entwicklung
Diese Gliederung sorgt für mehr Transparenz und ermöglicht es Interessierten, schneller die für sie relevanten Finanzierungsmöglichkeiten zu identifizieren. So werden beispielsweise Förderungen für touristische Angebote auf Bauernhöfen, die bisher unter "Umwelt- und Verbraucherschutz" zu finden waren, nun direkt der Kundengruppe "Land- und Forstwirtschaft" zugeordnet.
Weniger Förderprogramme, mehr Übersicht
Die bisherige Programmvielfalt wird deutlich reduziert. Komplexe und kleinteilige Angebote werden in neuen, umfassenden Förderkrediten zusammengefasst. Für die Kundengruppe "Land- und Forstwirtschaft" gibt es beispielsweise künftig die zentralen Förderbereiche "Wachstum", "Nachhaltigkeit", "Produktionssicherung" und "Liquiditätssicherung".