Corona-Überbrückungshilfe III des Bundes

Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, können weitere Liquiditätshilfen erhalten. Die Corona-Überbrückungshilfe des Bundes soll durch direkte Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten die wirtschaftliche Existenz von betroffenen Unternehmen, Soloselbstständigen und Freiberuflern sowie gemeinnützigen Unternehmen und Einrichtungen sichern.

Beantragung der Überbrückungshilfe III

Antragsberechtigte

  • Unternehmen und Organisationen aller Branchen
  • Soloselbstständige und Freiberufler
  • gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen, mit max. 750 Mio. Euro Jahresumsatz

Voraussetzungen

  • ein Corona-bedingter Umsatzrückgang von mindestens 30 % im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019
  • junge Unternehmen, die zwischen dem 1.August 2019 und 30.April 2020 gegründet worden sind, können als Vergleichsumsatz den durchschnittlichen monatlichen Umsatz des Jahres 2019, den durchschnittlichen Umsatz aus Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Umsatz aus Juni bis September 2020 zu Grunde legen

Antragsfrist

  • Antragstellung bis spätestens 31. August 2021
  • erste Auszahlungen können ab Mitte Februar 2021 erfolgen

Antragstellung

Ausschließlich über einen registrierten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer:

  • Prüfung der geltend gemachten Umsatzeinbrüche sowie der fixen Kosten
  • Online Beantragung der Überbrückungshilfe über die gemeinsame bundesweit geltende Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Umfang der Überbrückungshilfe III

Die Höhe der Überbrückungshilfe richtet sich nach den betrieblichen Fixkosten und dem Ausmaß des erlittenen Umsatzrückgangs.

Umsatzrückgang (im Fördermonat gegenüber Vorjahresmonat) Erstattung als Überbrückungshilfe
Mehr als 30 % 40 % der Fixkosten
Zwischen 50 % und 70 % 60 % der Fixkosten
Mehr als 70 % 90 % der Fixkosten

Maximaler Erstattungsbetrag

  • Der maximale Zuschuss beträgt 1,5 Mio. Euro pro Monat
  • Die Gesamtförderung ist auf 3 Mio. Euro pro Gruppe verbundener Unternehmen begrenzt

Soloselbstständige können alternativ zur Fixkostenerstattung eine einmalige Betriebskostenpauschale – „Neustarthilfe“ – in Höhe von 50 % des Referenzumsatzes (50 % des Jahresumsatzes 2019) bis max. 5.000 Euro beantragen. Sofern die Tätigkeit erst ab dem 01. Januar 2019 aufgenommen wurde, beträgt der Maximalbetrag 7.500 Euro.

Förderfähige Fixkosten

  • Mieten, Pachten und Grundsteuern
  • Ausgaben für Strom, Wasser und Heizung * Finanzierungs- und Versicherungskosten
  • Abschreibungen bis zu einer Höhe von 50 % * bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro
  • Kosten für Digitalinvestitionen einmalig mit bis zu 20.000 Euro
  • Personalkosten, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, in einer Höhe von 20 %
  • Marketing- und Werbekosten

Darüber hinaus gibt es zusätzlich ansetzbare Kosten für den Einzelhandel, die Reisebranche und die Pyrotechnikindustrie.

Bewilligungsstellen der Überbrückungshilfe III

Hinweis zu Beihilfen:

Die Corona-Hilfen des Bundes und der Länder in Form von Zuschüssen, Beteiligungen, Krediten oder Bürgschaften stellen Zuwendungen nach EU-Beihilferecht dar. Gemäß den EU-Beihilferegelungen ist die Höhe der Beihilfen, die ein Unternehmen erhalten darf, begrenzt. Die maximale Beihilfeintensität beschreibt den prozentualen Anteil der Beihilfen an den förderfähigen Kosten. Der Beihilfehöchstbetrag sagt aus, welche Summe an Beihilfen insgesamt empfangen werden darf. Die maximale Beihilfeintensität und der Beihilfehöchstbetrag können von verschiedenen Faktoren abhängen, darunter die Art des Vorhabens, die Unternehmensgröße oder der Investitionsort. Falls Sie Beihilfen aus mehreren Hilfs- oder Förderprogrammen in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie durch eine Kumulierungsprüfung sicherstellen, dass die Beihilfeobergrenzen nicht überschritten werden. Einzelheiten hierzu können Sie bei dem jeweiligen Fördermittelgeber oder bei Ihrem Steuerberater erfragen.

Fördermittel für Sie

Beratung in Ihrer Nähe

Sie haben Fragen rund um die Corona-Hilfen? Ihre Volksbanken Raiffeisenbanken beraten und unterstützen Sie gerne.


Finden Sie hier eine Bank in Ihrer Nähe.