November- und Dezemberhilfe des Bundes

Bei der November- und Dezemberhilfe handelt es sich um einmalige Zuschüsse, mit dem aufgrund der Corona-Pandemie sinkende oder komplett wegfallende Umsätze teilweise kompensiert werden. Das Programm richtet sich an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die ihren Betrieb aufgrund der am 28. Oktober 2020 von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen vorübergehend schließen müssen.

Beantragung der November- und Dezemberhilfe

Antragsberechtigte

  • Unternehmen (auch öffentliche)
  • Selbstständige
  • Vereine
  • Sonstige Einrichtungen

Erläuterungen zur Antragsberechtigung

Antragsberechtigt sind:

  • Direkt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die auf Grundlage der Schließungsverordnungen vom 28. Oktober 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten.
  • Indirekt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den o. g. Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

Antragstellung

  • Die Antragstellung für die November- und Dezemberhilfe ist bis zum 30. April 2021 möglich.
  • Die Beantragung erfolgt über die bundesweite Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de durch Ihnen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.
  • Ausnahme: Als Soloselbständige können Sie Anträge bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro direkt mit Ihrem ELSTER-Zertifikat stellen.

Umfang der Hilfe

Die Höhe der November- und Dezemberhilfe richtet sich nach den Umsätzen im jeweiligen Vergleichsmonat des Jahres 2019. Im Detail werden Zuschüsse pro Tag der Schließung gezahlt:

  • Zuschuss pro Schließungstag: 75 % des durchschnittlichen Tagesumsatzes im November bzw. Dezember 2019
  • Es gelten Richtlinien zur Anrechnung erhaltener Leistungen (z.B. Überbrückungshilfe und Kurzarbeitergeld) und Ausnahmen bzgl. Umsatzanrechnung für Lieferdienste bzw. Außerhausverkäufe
  • Nach der erfolgreichen Prüfung Ihres Antrags auf Novemberhilfe erhalten Sie eine Abschlagszahlung über 50 % der Antragssumme, maximal jedoch 50.000 Euro
  • Bei Soloselbstständigen, die in eigenem Namen einen Antrag in Höhe von bis zu 5.000 Euro stellen, entspricht die Höhe des Abschlags der beantragten Novemberhilfe.  

Hinweis zu Beihilfen:

Die Corona-Hilfen des Bundes und der Länder in Form von Zuschüssen, Beteiligungen, Krediten oder Bürgschaften stellen Zuwendungen nach EU-Beihilferecht dar. Gemäß den EU-Beihilferegelungen ist die Höhe der Beihilfen, die ein Unternehmen erhalten darf, begrenzt. Die maximale Beihilfeintensität beschreibt den prozentualen Anteil der Beihilfen an den förderfähigen Kosten. Der Beihilfehöchstbetrag sagt aus, welche Summe an Beihilfen insgesamt empfangen werden darf. Die maximale Beihilfeintensität und der Beihilfehöchstbetrag können von verschiedenen Faktoren abhängen, darunter die Art des Vorhabens, die Unternehmensgröße oder der Investitionsort. Falls Sie Beihilfen aus mehreren Hilfs- oder Förderprogrammen in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie durch eine Kumulierungsprüfung sicherstellen, dass die Beihilfeobergrenzen nicht überschritten werden. Einzelheiten hierzu können Sie bei dem jeweiligen Fördermittelgeber oder bei Ihrem Steuerberater erfragen.

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